HR031 – Neue Burg – Hamburg – Closing Time

Neue Burg die Vierte! Wir haben es am vorletzten Grabungstag, quasi “auf den letzten Drücker”, nochmal in die “Neue Burg”-Straße in die Hamburger Neustadt geschafft, um zu berichten was die Ausgrabung an Einblicken in Hamburgs frühe Vergangenheit preisgeben konnte. Wallanlage, Deichbau, Tor und Oberkante – so könnte man es verkürzt auf den Punkt bringen. Tatsächlich konnten wieder zahlreiche gut erhaltene Befunde der Wallanlage der neuen Burg freigelegt und untersucht werden. Dort wo es der Archäologe und Grabungsleiter Kay Suchowa vermutet hat, kam tatsächlich eine Toranlage zum Vorschein, die in großen Teilen gut dokumentiert werden konnte und eine echte kleine Sensation ist. Vielleicht etwas weniger spektakulär, aber wissenschaftlich sehr wertvoll, ist die Tatsache, dass die Oberkante des Walls sicher dokumentiert werden konnte, was auch weitere Rückschlüsse auf Größe und Konstruktion zulässt. Besonders interessant waren auch die Hinweise eines Deichbauers, der Kay auf der Ausgrabung besuchte. Sie lieferten entscheidende Hinweise um zu klären, warum auf der Aussenseite des Walls viel weniger Holz verbaut wurde als im inneren Bereich.
Warum ist die Neue Burg so wichtig für Hamburg? Nun – sie ist der Grundstein für das was Hamburg bis heute zu einer bedeutenden europäischen Handelsmetropole macht. Mit ihr begann der Aufstieg Hamburgs als Hansestadt. Die Neue Burg war im 11. Jahrhundert sogar die größte Burganlage Norddeutschlands und wurde vom Billunger-Herzog Bernhard II. ab 1021 errichtet.
Nochmal zum Hintergrund der Ausgrabung: Die Ausgrabungsfläche liegt in einem Gebiet, das quasi als Keimzelle der 1188 gegründeten Hamburger Neustadt gilt. Unmittelbar unter dem Pflaster der heutigen Straße „Neue Burg“ befinden sich, vom Krieg und dem nachfolgenden Bauboom weitgehend ungestörte, Befunde der mittelalterlichen und neuzeitlichen Bebauung. Für eine Ausgrabung in der dichtbesiedelten Innenstadt war diesmal die Situation auch eine besondere – es handelte sich um eine geplante Grabung, die nicht durch Bauarbeiten notwendig wurde, sondern an einer vielversprechenden, exponierten Stelle durchgeführt werden konnte. Gestartet wurde im November 2019 und Grabungsende war im September 2020.
Diese Ausgrabung konnte auch einmal mehr belegen, dass Hamburg eine Stadt ist, die in ihrer Geschichte immer von Austausch und Migration geprägt war. Neue Impulse, Ideen, Technologien, Weltanschauungen und Kulturen offen aufzunehmen, das ist es, was Hamburg von jeher erfolgreich gemacht hat.
Damit können wir eine kleine, aber unglaublich spannende Serie von Berichten der Erforschung der “Neuen Burg” im Herzen der Hansestadt abschließen – die Links auf die vorausgegangenen Episoden findet ihr in den Shownotes. An dieser Stelle auch nochmal ein ganz großes Dankeschön an Kay Suchowa, der sich immer die Zeit genommen hat dem Hafenradio so wunderbar die tiefen Einblicke in Hamburgs Vergangenheit zu erklären. Vielleicht ergeben sich in Zukunft ja noch weitere Grabungsmaßnahmen, aber vorerst mal: Closing Time!

HR030 – Bildstörung meets Hafenradio

Wir sprechen diesmal mit Melli und Kurt, den Machern des Podcasts „Bildstörung“, einem noch recht neuen Podcast bei dem es fast ausschließlich um Fotografie geht. Beide sind leidenschaftliche Freizeitfotografen und wenn man sich ihre Fotos auf Flickr (ja gibt es noch) oder Instagram anschaut, dann fällt einem sofort der hohe Anspruch der Beiden auf. Schnell erklärt sich dann auch der Untertitel „DER PODCAST FÜR FOTOGRAFISCHES SEHEN“ . Sie sprechen nicht über, und das macht diesen Podcast so spannend und vor allem hörenswert, die neueste Technik, höchste Auflösung oder schärfste Optik.
Nein, es geht den Beiden vielmehr um das, was vor dem Auslösen passiert. Wie kommt es zu einem Bild und wie ist es aufgebaut? Dies sind die Kernfragen, die in den einzelnen Folgen ihres Podcasts besprochen werden!

HR028 Unter Hamburgs Füßen – oder auf der Suche nach der Wiedenburg

Unweit von der Ausgrabung an der Neuen Burg, die wir in unserem letzten Podcast vorgestellt haben, findet aktuell eine weitere Grabung des Archäologischen Museums Hamburg statt.
Ein Neubauvorhaben auf einem Areal direkt an der Willy-Brandt-Straße, machte archäologische Untersuchungen notwendig, die das AMH seit September 2019 unter der Leitung der Archäologin und Grabungsleiterin Judith Kirchhofer dort durchführt.

Neue Burg Ausgrabung 2020

HR027 Hamburg Neustadt – Die Ausgrabung „Neue Burg“ – Reloaded

Die Ausgrabungsfläche liegt auf historisch spannendem Gelände, denn das Gebiet gilt als die Keimzelle der 1188 gegründeten Hamburger Neustadt. Direkt unter dem Pflaster der heutigen Straße „Neue Burg“ befinden sich, vom Krieg und dem nachfolgenden Bauboom fast ungestörte, Befunde der mittelalterlichen und neuzeitlichen Bebauung. Wie ein riesiges Puzzle fügen sich die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen der Hausfundamente sowie des mittelalterlichen Walls zusammen und liefern damit hoch spannende Erkenntnisse zur Stadtgeschichte der Hansestadt.

Graffiti in Lost Place in Hamburg Harburg

HR026 Hamburg Graffiti – eine bunte Zeitreise

Mirko Reisser ist Graffiti-Künstler aus Hamburg, der seine Karriere in den späten 1980er und den 90er Jahren als Sprayer gestartet hat. Zusammen mit einigen Mitstreitern (Andreas Timm, Oliver Nebel, Frank Petering) hat er am 28. August ein Crowdfunding mit dem Titel „EINE STADT WIRD BUNT“ gestartet. Dabei geht es um ein Buchprojekt zu den Anfängen der Graffiti- und Hip-Hop-Szene in den 80er und 90er Jahren in Hamburg. Meike Schade, die selbst in der Graffiti- und Streetart-Welt zuhause ist, hat den Kontakt hergestellt und schon war das Hafenradio zu Gast in Mirkos Atelier und wir beginnen eine bunte Zeitreise nach Hamburg vor mehr als 30 Jahren.

HR025 Lost Places

Es geht in Ausgabe # 25 um verlassene Gebäude, oftmals stillgelegte Fabriken, die von der Natur zurückerobert und teilweise von der Graffitiszene eingenommen wurden. Zu Gast ist Marcus Burzinski – ein Hamburger Jung aus Finkenwerder der von genau solchen Orten fasziniert ist und dort sehr viel fotografiert.

HR021 Wilhelmsburger Deichbruch

Nach einer kleinen Pause geht das hafenradio wieder auf Sendung und ist zu Gast bei Jürgen Drygas, Helmut Pohndorf und Claus-Peter Rathjen im Museum Elbinsel Wilhelmsburg. Wir sprechen über die Insel, alte Uhrwerke und Knasttüren, ein Jagdzimmer, das dann doch keines wurde, einen Café-Erlass, Digitalisierung und die bunte Elbinsel mit Migrationshintergrund. Am Schluß machen wir noch einen Ausflug in die Ausstellung und dann gibt’s noch einen Wilhelmsburg Deichbruch.

HR015 Hamburger Bier

Hamburg – das Brauhaus der Hanse. Wir blicken in die großartige Bier-Vergangenheit der Stadt und sprechen darüber, was sich heute wieder an Geschmack und Vielfalt im Brauwesen – nicht nur in Hamburg – tut. Der Archäologe und Historiker Ralf Wiechmann und der Kreativbrauer Olli Wesseloh nehmen uns mit auf eine Reise zum Bier in Hamburg in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.