Der digitale Wandel findet in Kulturinstitutionen wie Museen genauso statt wie in Industrie und Unternehmen. Es sind am Ende die gleichen Chancen, Herausforderungen und Probleme – auch in der Kulturdigitalisierung. Aber gerade die archäologische Sicht auf die Welt zeigt, dass der Wandel durch Innovation schon immer die treibende Kraft ist, welche die Entwicklung der Menschen befeuert. Nils Löwe, Gründer und Geschäftsführer von „Lionizers“, einer Software- und Digital-Agentur ansässig in Hamburg-Harburg, diskutiert mit Michael und Christoph die Digitalisierung der Kultur.
Lionizers Löwenportal in Harburg
Der digitale Wandel ist ein Prozess der schon einige Jahrzehnte andauert und in der Gegenwart zunehmend and Fahrt aufnimmt und nahezu alle Bereiche des Lebens betrifft: Wirtschaft, Forschung, Gesellschaft, Kunst und Kultur. Im Zentrum dieses Wandels stehen Menschen aus unterschiedlichen Generationen, die alle diesen Wandel unterschiedlich wahrnehmen – mal enthusiastisch, mal skeptisch oder ängstlich.
Nils Löwe
Aber am Ende bleiben Innovation und Schaffenskraft die Kraft, die Technologie und Kultur voranbringen. Wir müssen allerdings feststellen, dass offensichtlich für jeden der Zeitpunkt kommt, bei dem man nicht mehr jeden technologischen Schritt mitgehen muss.
Das hafenradio besucht das Museum Elbinsel Wilhelmsburg (eV). Nach einer kleinen (mehrmonatigen) Pause gehen wir endlich wieder auf Sendung und sind zu Gast bei Jürgen Drygas, Helmut Pohndorf und Claus-Peter Rathjen im Museum Elbinsel Wilhelmsburg. Wir sprechen über die Insel, alte Uhrwerke und Knasttüren, ein Jagdzimmer, das dann doch keines wurde, einen Café-Erlass, Digitalisierung und die bunte Elbinsel mit Migrationshintergrund.
Aussteuerkiste mit hoher Kante
Die Gefängnistür
Am Schluß machen wir noch einen Ausflug in die Ausstellung in der es eine alte Gefängnistür zu sehen gibt – aus Holz und jeder Häftling scheint sich mit seinen Initialen verewigt zu haben. Und dann gibt’s noch einen Wilhelmsburg Deichbruch.
Christoph hat sich zusammen mit seinem Vater Alfred Haffner zu Weihnachten wieder etwas Zeit genommen, um eine neue Folge Hafenpodcast aufzunehmen.
Diesmal steht ein kleines keltisches Bronzepferdchen aus Freisen im Saarland im Mittelpunkt. Anlass ist das Weihnachtsgeschenk für die Enkeltochter und die dahinterstehende kleine Geschichte um ein gemeinsames Spiel, bei dem eine Ausstellung ganz so wie im Museum gemacht wurde.
Das Pferdchen aus Bronze ist der einzige bekannte Originalfund eines keltischen Wagengrabes, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Freisen entdeckt und „ausgegraben“ wurde – allerdings nicht unbedingt im Sinne einer wissenschaftlichen Untersuchung. Dennoch ist ein Bericht überliefert, der einige Informationen zu den Funden und den Fundumständen enthält. Wissenschaftlich bearbeitet wurde der Fund bereits in den 30er Jahren durch Wolfgang Dehn und dann auch in der Dissertation von Alfred Haffner, allerdings konnten bislang keine genauen Aussagen zur Funktion und Bedeutung des Pferdchens gemacht werden. Nun ist aber kürzlich in Baden Württemberg ein vergleichbarer Fund aufgetaucht, der vielleicht helfen kann das Pferdchen von Freisen besser zu interpretieren. Die Geschichte bleibt also spannend!
Replik des Bronzepferdchens von Freisen
Herausgekommen ist eine sehr persönliche Hafenpodcast-Episode.
Abbildung des Originalfundes in der Zeitschrift „Germania“ von 1936
Wieder eine „Update“ Folge. Der Hafenpodcast ist ein zweites mal zu Besuch im Archäologiepark Wederath Belginum. Rosemarie Cordie und Alfred Haffner führen durch die Ausstellung „Pracht und Herrlichkeit. Bewaffnung und Bekleidung keltischer Männer im Hunsrück.“ Es gibt viele Geschichten und Hintergründe zur Ausstellung und den gezeigten Objekten zu hören.
Ausstellungsraum – Pracht und Herrlichkeit in Wederath Belginum
Es geht in der Ausstellung tatsächlich nur um Männer – keltische Männer und wie sie sich im Leben und im Tod ausgestattet haben. Schwerter, Schilde, Messer, Gürtelschnallen, Fibeln, Schmuckscheiben, Trinkhorn, Kleidung… auch ein Toilettenbesteck damit die Ohren sauber, und die Fingernägel ordentlich geschnitten sind.
Rekonstruktion des Keltisches Schwertes aus Siebbach
Das Leitmotiv der Ausstellung ist die Gegenüberstellung archäologischer Funde und deren Rekonstruktion. So wird dem Besucher vor Augen geführt, wie die Ausstattung eines keltischen Mannes wirkte und welche handwerkliche Fähigkeiten zur Herstellung notwendig waren.
Die Ausstellung im Archäologiepark Wederath Belginum ist noch bis zum 5. November 2017 zu sehen und es gibt eine Begleitpublikation zum Preis von 19,90 Euro.
Rosemarie Cordie und Alfred Haffner
Rosemarie hat Vor- und Frühgeschichte studiert. Sie ist die Leiterin des Archäologieparks Belginum bei Morbach im Hunsrück und als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Klassische Archäologie der Universität Trier tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Eisenzeit, Siedlungs- und Gräberarchäologie, Archäologie Belginums und seines Umlands, Romanisierung sowie die Vermittlung und Präsentation archäologischer Inhalte.
Drei sitzen an der Elbe in Hamburg und Wittenberg und sprechen über Podcasting in der Archäologie, die „Nationale Sonderausstellung Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ und die Skeptiker Bewegung. Im Hafenpodcast zu Gast ist Mirko Gutjahr, vielen auch bekannt als der „Buddler“ und Macher vom „angegraben“ Podcast und dem „Geheimen Kabinett“.
Da wir einen echten Pionier in Sachen Archäologie-Podcast zu Gast haben, beginnen wir natürlich mit dem Lieblingsthema Podcasting und welches Potential diesem Medium innewohnt, gerade wenn es um Wissenschaftskommunikation geht. Auch die Relevanz für kleine Zielgruppen macht das Podcasten so spannend. Und die Tatsache, dass sich der ganze Aufwand schon dann lohnt, wenn man einen Hörer damit glücklich machen kann, ist sehr sympatisch!
Mirko Gutjahr (ganz rechts) und KollegInnen bei der Arbeit – Mirko ist Kurator der Ausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“. Foto Thomas Bruns
Thema Nummer zwei hat uns in Hamburg in diesem Jahr einen zusätzlichen Feiertag beschert! Das Lutherjahr 2017. In Wittenberg kann man bis zum 5. November die von Mirko kuratierte Ausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ besuchen. Die Ausstellung ist eine im „Dreiklang“ sogenannter „Nationaler Sonderausstellungen“ zum Lutherjahr. Neben der Ausstellung in Wittenberg präsentiert das Deutsche Historische Museum in Berlin im Martin-Gropius-Bau die Schau „Der Lu- thereffekt“ (12. April bis 5. November 2017) und auf der Wartburg in Thüringen ist die Ausstellung „Luther und die Deutschen“ (4. Mai bis 5. November 2017) zu sehen.
Mysteriös? Luthers Hund? Der blaue Hund aus der Luther Ausstellung in Wittenberg
In unserem Themendreiklang widmen wir uns dann schließlich noch den „Skeptikern“ und der Situation der Wissenschaft in Zeiten postfaktischer, ignoranter oder extrem-religiöser Verschiebungen in der Gesellschaft. Michael und Christoph lernen, dass es sich bei den Skeptikern, bzw. der „Skeptiker Bewegung“ nicht um Verschwörungstheoretiker und Alu-Hüte handelt sondern vor allem um die wissenschaftliche Untersuchung von Parawissenschaften – laut Wikipedia Erkenntnisansprüche, die sich am Rande oder außerhalb der akademischen Wissenschaften befinden. Am Ende liegt die Vermutung nahe, dass das Zeitalter der Aufklärung noch lange nicht vorbei ist.
Nach gut zwei Jahren besuchen wir den Hamburger Archäologen Kay-Peter Suchowa auf der aktuellen Ausgrabung in der Altstadt. Wie schon in HR04 berichtet, wird hier vor allem der Wall der sogenannten „Neuen Burg“ ausgegraben. Dieser Kampagne findet in direkter Nachbarschaft der Aktivitäten von 2015 statt. Wie damals auch, sind die Erhaltungsbedingungen für Holz und andere organische Materialien hervorragend, sodass sich ein sehr gutes Bild über die Bauweise ergibt.
Kay-Peter Suchowa vor dem Wallprofil der Neuen Burg Ausgrabung 2017
Kay erklärt noch einmal wie es dazu kam, dass die neue Burg errichtet wurde, welche Materialien genutzt wurden, zu welcher Jahreszeit die Bautätigkeiten stattfanden. Eine Burg in Norddeutschland war meist eine Anlage, die von einem einige Meter hohen Wall aus Holz und Erde umgeben war – eine sogenannte Wallburg. Die Gebäude innerhalb der Wallanlage waren ebenfalls aus Holz gebaut.
Blick auf das Wallprofil Richtung Osten – der große Holzpfeiler rechts im Bild stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Nachdem die Anlage endgültig zerstört war (das genaue Ende ist nicht bekannt), wurde das Areal verfüllt und wurde von der neu gegründeten „Neustadt“ überbaut. Da im Bereich rund um den Hopfenmarkt noch weitere Bautätigkeiten anstehen werden wir hoffentlich bald wieder die Möglichkeit haben mit Kay einen Grabungsbesuch organisieren können.
Detail des Profils mit zahlreichen kleinen Holzstämmen im Schnitt und dem Rest eines vertikalen Holzpfahls aus dem 19 Jhd.
Bier aus Hamburg! Was noch vor einigen Jahren mit nur an die drei verbliebenen Braustätten nach einem Entwicklungsland in Sachen Bierproduktion aussah, war vor über 500 Jahren der ultimative Hotspot des Bierbrauens und des Handels mit dem wohl wichtigsten Nahrungs- und Rauschmittels des Mittelalters überhaupt. Das „Brauhaus der Hanse“ wurde Hamburg genannt und mit seinen mehr als 500 Brauereien bei nur ca. 10.000 Einwohnern im 14. Jahrhundert versteht man warum.
Bierbrauen in Hamburg
Heute entwickelt sich wieder eine aufregende Kreativ- und Craft-Bierszene in der Hansestadt die durch Vielfalt in Sorten, Geschmack und Etikettendesign sowie hervorragende Qualität glänzt! Es tut sich also seit einiger Zeit wieder was in Sachen Brauwesen in Hamburg und ganz Deutschland. Hamburg und Berlin fallen aktuell als kreative Brauorte auf, insbesondere weil hier an viele lokale, regionale und auch internationale Biertraditionen angeknüpft wird: Indian Pale Ale, Berliner Weiße, Stout oder Porter sind nur einige der Sorten die neben dem Pils wieder in den Regalen zu finden sind.
Ralf Wiechmann und Olli Wesseloh in der Kehrwieder Kreativbrauerei
Zeit also, dass sich das hafenradio ausgiebig dem Thema Bier in Hamburg widmet. Wir haben uns in Hamburg Sinstorf in den Räumen der Kehrwieder Kreativbrauerei mit dem Brauer und Inhaber Olli Wesseloh und dem bierkundigen Historiker und Archäologen Ralf Wiechmann vom Museum für Hamburgische Geschichte getroffen, um über Bier zu sprechen.
Ralf Wiechmann
Dr. Ralf Wiechmann hat Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte und Volkskunde in Kiel und München studiert. 1994 erhielt er den Preis der Landeshauptstadt Kiel zur Förderung der Wissenschaft. Seit 1994 ist Ralf wissenschaftlicher Abteilungsleiter am Museum für Hamburgische Geschichte für die Bereiche Mittelalter und Numismatik. Seit 2007 ist er stellvertretender Direktor des Museums. Von 1994 an ist Ralf Vertreter Hamburgs in der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Forschungsschwerpunkte sind: Stadtgeschichte Hamburgs sowie Münz- und Geldgeschichte Norddeutschlands und Skandinaviens.
Als Appetitanreger hier ein kurzer Auszug aus dem Pressetext: „Im Rahmen der Ausstellung soll an Originalobjekten, schriftlichen Quellen, Modellen sowie inszenatorischen Elementen die Entwicklung des Bierbrauens in Hamburg nachgezeichnet werden. Ausgehend von den ersten Hopfenfunden in der Wikingersiedlung Haithabu wird die Bedeutung des Bieres als Grundnahrungsmittel der mittelalterlichen Bevölkerung deutlich gemacht, um dann einen Ausblick in die Moderne mit ihren industriellen Produktionsweisen und in die Gegenwart zu werfen.“
Ein Besuch der Ausstellung wird sicherlich spannend! Und wer weiß, vielleicht wird es im Rahmen der Ausstellung auch die Chance geben, das eine oder andere Craft-Bier zu verköstigen.
Olli Wesseloh
Oliver Wesseloh ist Dipl.Ing für Brauwesen, Biersommelier und Brauereiberater. Er war viel unterwegs – in der Karibik, dann in Süd-, später in Nordamerika. Er „sah das Licht“ als er in den USA mit den kleinen, unabhängigen Brauereien zusammengearbeitet hat. Die Kreativität und Geschmacksvielfalt der amerikanischen Craft Brewer hat ihn nachhaltig beeindruckt. Seit dem Frühjahr 2012 ist er Diplom-Biersommelier und kehrte im Sommer 2012 mit seiner Familie zurück nach Deutschland wo er mit dem Aufbau der Kehrwieder Kreativbrauerei begann. Im September 2013 hat er die Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier gewonnen.
Es geht wieder um Digitales und – ja – wir haben uns Zeit für das Thema genommen. Zusammen mit Tine Nowak widmen wir uns ausgiebig der digitalen Wissensvermittlung in Museen. Was ist digitale Wissensvermittlung? Wer ist der digitale Besucher? Brauchen Museen heute noch einen Showroom? Sind Podcasting und Gamification relevante Themen für Museen? All diese Fragen und noch einiges mehr werden diskutiert.
Auch Audio ist ein Kanal der digitalen Wissensvermittlung – ob als Audioguide oder Podcast
Da Tine nicht nur eine Expertin für die Medienpädagogik ist, sondern auch viel Erfahrung in Sachen Museumspädagogik- und Kommunikation und auch als Podcasterin mitbringt, ergeben sich viele tiefe Einblicke in aktuelle Fragen der digitalen Wissensvermittlung in und durch Museen.
Wenn ihr Anmerkungen oder Fragen zur Sendung habt, dann postet am besten gleich hier euren Kommentar oder über Twitter unter @kulturhafenHH.
Tine Nowak
Tine Nowak M.A., Studium der Kunstpädagogik, Kunstgeschichte, Kulturanthropologie. Nach einem Volontariat war sie als Medienreferentin am Museum für Kommunikation Frankfurt tätig, danach als Kuratorin der Ausstellung „DIY: Die Mitmach-Revolution“ . Sie ist Lehrbeauftragte am Arbeitsbereich Medienpädagogik der TU Darmstadt und promoviert zu eigenproduzierten Mobilvideos von Jugendlichen. Im Kulturkapital-Podcast ergründet Tine Nowak mit Gästen Bildungsmöglichkeiten rund um Medien, Wissenschaft und Kultur, hierzu gab es u.a. Gespräche mit Kuratorinnen zu Ausstellungsprojekten, zur Digitalisierung von Kulturgut im Rahmen von Coding da Vinci oder einen Museumsrundgang durch das Heinz Nixdorf Museumsforum.
In der dreizehnten Folge hafenradio haben wir (1 1/2 Hamburger Jungs) uns virtuell mit einem Harburger Jung getroffen und über allerhand digitales in der Archäologie gesprochen. Digitale Grabungstechnik- und Dokumentation, riesige Datenmengen und der Wert der Daten oder wie sieht digitale Archäologie 2026 aus?
Kai ist virtuell dabei
Es geht also um einiges in diesem Podcast mit unserem Gast Kai-Christian Bruhn, Professor im Fachbereich Technik – Geoinformatik & Vermessung an der Hochschule Mainz, und Experte in Sachen digitale Methoden und Technologien in der Archäologie.
Eine interessante Erkenntnis des Abends ist, dass wir alle drei der Meinung sind, mitgeholfen zu haben digitale Grundlagen zu legen und jetzt muß die nächste Generation von Archäologen und Informatikern was aus den ganzen Daten machen!
Kai-Christian Bruhn
Geboren in Hamburg-Harburg, an der Süderelbe aufgewachsen und im Helms-Museum archäologisch konditioniert, studierte er Klassische und andere Archäologien vor allem in Heidelberg und konnte sich dabei viel über Vermessung, CAD, GIS, Datenbanken und das www beibringen. Noch während der Promotion übertrug ihm das Schweizerische Institut für Ägyptische Bauforschung und Altertumskunde die örtliche Grabungsleitung in Syene/Assuan in Oberägypten. Fertig promoviert und nach dem Ende seiner Grabungen machte er sich selbstständig und unterstützte verschiedene internationale Institutionen im Bereich der digitalen Dokumentation. 2008 wurde er als Professor für „Interdisziplinäre Anwendungen raumbezogener Mess- und Informationstechnik“ an die Hochschule Mainz berufen. Seit 2016 ist er außerdem Honorarprofessor für Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Gründungsdirektor von mainzed, dem Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Damit digital arbeitende Archäologen wie er nicht Zufallsprodukte bleiben, engagierte er sich für die Einrichtung eines neuen Master-Studiengangs „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“, der im Wintersemester 2016/17 startet.
An der heutigen sogenannten „Hunsrückhöhenstraße„, nahe der Ortschaft Wederath, liegt der Archäologiepark Belgium. Seit mehr als sechzig Jahren wird hier ein archäologisches Ensemble aus Gräberfeld und zugehöriger Siedlung ausgegraben und erforscht.
Museum des Archäologieparks Belginum
Schon in keltischer Zeit lag diese Region verkehrsgeografisch günstig an der Route zwischen Mainz und Trier. Diese Trasse hat in römischer Zeit weiter an Bedeutung gewonnen und spiegelt in den archäologischen Hinterlassenschaften von Belginum den Kulturwandel wieder, der heute als Romanisierung der indigenen keltischen Bevölkerung bezeichnet wird. Seit 2002 wird den Besuchern des Archäologieparks die über tausendjährige Geschichte dieses Ortes in einer Ausstellung und Rekonstruktionen im Freigelände vermittelt.
Christoph vom hafenradio besucht hier Rosemarie Cordie und Alfred Haffner, die ein Großteil ihrer archäologischen Arbeit mit diesem Ort verbindet.
Rosemarie Cordie und Alfred Haffner im April 2016 im Museum des Archäologieparks
Rosemarie hat Vor- und Frühgeschichte studiert. Sie ist die Leiterin des Archäologieparks Belginum bei Morbach im Hunsrück und als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Klassische Archäologie der Universität Trier tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Eisenzeit, Siedlungs- und Gräberarchäologie, Archäologie Belginums und seines Umlands, Romanisierung sowie die Vermittlung und Präsentation archäologischer Inhalte.
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