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  • HR024 Neues vom Freisener Pferdchen

    HR024 Neues vom Freisener Pferdchen

     

    Das hafenradio war wieder einmal unterwegs! Vor über einem Jahr haben wir mit Alfred Haffner über das Pferdchen von Freisen gesprochen. Aber es mussten einige noch offene Fragen der Erforschung des keltischen Pferdchens von Freisen vor Ort geklärt werden. So kam es zu einer spannenden, kleinen Exkursion zusammen mit der Archäologin Isabel Schormann.

    Relief des Freisener Pferdchens in der Schule
    Relief des Freisener Pferdchens in der Schule

    Wieder eine Vater und Sohn Folge. Alfred Haffner hat sich im letzten Jahr weiter intensiv mit dem keltischen Bronzepferdchen aus dem saarländischen Freisen beschäftigt. Wir sprechen zunächst über einige neue Erkenntnisse, vor allem was die Interpretationsmöglichkeiten der vermeintlichen zwei Schwerter angeht, die dem Toten mitgegeben wurden.

    Ehemaliger Sandabbau am Fundort des Pferdchens
    Ehemaliger Sandabbau am Fundort des Pferdchens

    Einige offene Fragen, die vor allem die sog. Rezeptionsgeschichte dieses besonderen Fundes angehen, konnten aber nur vor Ort geklärt werden. Deshalb haben wir uns nach Freisen und Berschweiler aufgemacht, um zu erfahren welche Rolle das Pferdchen heute dort spielt, wie sich der Fundplatz darstellt oder was aus der steinernen Grabstele geworden ist, die im Pfarrhaus verbaut sein soll. Auch die Wohn- und Wirkungsstätte des Ausgräbers Johann Carl Sohns haben wir in Berschweiler, nahe bei Freisen, gesucht. Einen Abstecher zum Weiselberg haben wir auch noch gemacht. Unterstützt hat uns bei alldem die Archäologin Isabel Schormann vom saarländischen Landesdenkmalamt. Wir haben Frau Schormann im Podcast fälschlicherweise „Krollmann“ genannt – nur wegen eines Versprechers von mir gleich am Anfang – Entschuldigung für die Verwirrung!

    Isabel Schormann, Alfred Haffner und das Freiester Pferdchen
    Isabel Schormann, Alfred Haffner und das Freisener Pferdchen

    Der geplante Artikel zum Pferdchen von Freisen hat mittlerweile schon den Umfang eines kleinen Büchleins erreicht und es werden nach der kleinen Exkursion sicher noch einige Abschnitte hinzukommen.
    Wir werden berichten wenn das Thema abgeschlossen ist.

    Kellerraum im Pfarrhaus Freisen
    Kellerraum im Pfarrhaus Freisen wo die ursprüngliche Treppe war

     

     

    Links zu den Themen

    Freisen,  Kelten, Plastik des Bronzepferdchens in Freisen, Keltisches Fürstengrab Eberdingen-Hochdorf – Kleine Pferdestatuetten auf dem Joch (Web-Site von 1997), Sonderausstellung Keltenmuseum Heuneburg „Der Unlinger Reiter: Kelten, Pferde, Wagenlenker“,  Gemeinschaftsschule Freisen, Weiselberg, Berschweiler, HR020 Das Pferdchen von Freisen, Sage vom “Schuss nach der Hostie” im Heimatbuch Kreis St. Wendel Bd. 1, 1948

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    Alfred Haffner
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    Christoph Haffner
  • HR020 Das Pferdchen von Freisen

    HR020 Das Pferdchen von Freisen

     

    Christoph hat sich zusammen mit seinem Vater Alfred Haffner zu Weihnachten wieder etwas Zeit genommen, um eine neue Folge Hafenpodcast aufzunehmen.

    Diesmal steht ein kleines keltisches Bronzepferdchen aus Freisen im Saarland im Mittelpunkt. Anlass ist das Weihnachtsgeschenk für die Enkeltochter und die dahinterstehende kleine Geschichte um ein gemeinsames Spiel, bei dem eine Ausstellung ganz so wie im Museum gemacht wurde.

    Das Pferdchen aus Bronze ist der einzige bekannte Originalfund eines keltischen Wagengrabes, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Freisen entdeckt und „ausgegraben“ wurde – allerdings nicht unbedingt im Sinne einer wissenschaftlichen Untersuchung. Dennoch ist ein Bericht überliefert, der einige Informationen zu den Funden und den Fundumständen enthält. Wissenschaftlich bearbeitet wurde der Fund bereits in den 30er Jahren durch Wolfgang Dehn und dann auch in der Dissertation von Alfred Haffner, allerdings konnten bislang keine genauen Aussagen zur Funktion und Bedeutung des Pferdchens gemacht werden. Nun ist aber kürzlich in Baden Württemberg ein vergleichbarer Fund aufgetaucht, der vielleicht helfen kann das Pferdchen von Freisen besser zu interpretieren. Die Geschichte bleibt also spannend!

    Replik des Bronzepferdchens von Freisen
    Replik des Bronzepferdchens von Freisen

    Herausgekommen ist eine sehr persönliche Hafenpodcast-Episode.

     

    Abbildung des Originalfundes in der Zeitschrift "Germania" von 1936
    Abbildung des Originalfundes in der Zeitschrift „Germania“ von 1936

     

     

    Alfred Haffner in den 1960er Jahren
    Alfred Haffner in den 1960er Jahren

    Alfred hat Ur- und Frühgeschichte in Hamburg, München und Saarbrücken studiert. 1966 war er als wiss. Mitarbeiter am Institut für Vor-und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie an der Universität des Saarlandes, von 1967 – 1983 als Kustos am Rheinischen Landesmuseum Trier und zuletzt von 1983 – 2003 als Professor am Institut für Ur-und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel tätig.

     

     

     

     

    Links zu den Themen

    Freisen,  Kelten, Germania (Archäologische Zeitschrift), Plastik des Bronzepferdchens in Freisen, Keltisches Fürstengrab Eberdingen-Hochdorf – Kleine Pferdestatuetten auf dem Joch (Web-Site von 1997), Sonderausstellung Keltenmuseum Heuneburg „Der Unlinger Reiter: Kelten, Pferde, Wagenlenker“, Dr. Dirk Krause, Landesarchäologe von Baden-Württemberg

     

     

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    Christoph Haffner
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    Alfred Haffner